Wenn die Seele schreit - Der Film

PTBS steht für Posttraumatische Belastungsstörung. Eine psychische Erkrankung, die jeden treffen kann, der Extremsituationen erleben musste: Polizisten, Lokomotivführer, aber auch Soldaten. Der Film "Wenn die Seele schreit" befasst sich mit dieser Krankheit bei der Bundeswehr. In ihm kommen Betroffene, Experten, Angehörige und die militärische Führung zu Wort.

  • Filmporträt PTBS

  • "2003 saß ich in dem Bus, der in Kabul weggesprengt wurde. Na ja, es war unser letzter Tag, und dann sollte es nach Hause gehen. Am Anfang dachte ich, es geht immer noch, man kann ja mal wieder schlafen und so was. Und es wurde auch von mal zu mal immer schlimmer mit der Zeit." Mit den Worten des Afghanistan-Heimkehrers Mario Knaak beginnt der 21 Minuten lange Film.


Gleicher Stellenwert

In der Bundeswehr sind vor allem Soldaten betroffen, die in Auslandseinsätzen schreckliche Dinge erleben mussten. Dass PTBS kein Zeichen für Schwäche oder ein menschlicher Makel ist, stellen Bundeswehr-Psychiater und Psychologen in den Film klar.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, betont, dass psychische Verletzungen den gleichen Stellenwert für die Bundeswehr wie physische Belastungen haben.

Drehort Deutschland

Doch PTBS ist heilbar: Filmautor Herbert Singer besuchte dazu mit seinem Kameramann Alexandru Adrian Radoiu unter anderem das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und das Zentrum für Innere Führung in Koblenz.

Sie zeigen die Therapiemöglichkeiten aber auch die Anstrengungen der Bundeswehr ihre Soldaten bestmöglich auf die Belastungen im Einsatz vorzubereiten.

Autor: Matthias Seeliger