Informationen für helfende Professionen

Umfangreiche Informationen zum „Umgang mit psychisch und/oder physisch Einsatzgeschädigten in der Bundeswehr“  finden die helfenden Professionen im hier verlinkten gleichnamigen Initiates file downloadLeitfaden.
In diesem Leitfaden werden sämtliche Beteiligte, Einrichtungen, Fachdienste und Ansprechstellen vorgestellt, deren Aufgabe die Unterstützung oder Behandlung von militärischen und zivilen Einsatzgeschädigten ist, die in einem aktiven Dienstverhältnis stehen.

Weitere Flussdiagramme verdeutlichen den Informationsfluss zwischen den Akteuren.

Truppenärztinnen und Truppenärzte

Für Truppenärztinnen und Truppenärzte sind in dem oben genannten Leitfaden insbesondere die Kapitel zur Behandlung von Einsatzgeschädigten innerhalb und außerhalb der Bundeswehr
• von der Nachsorge
• über die Rehabilitation
• bis zur Wiedereingliederung
von Bedeutung.
Der Leitfaden beschreibt auch
• die Einbindung von (Disziplinar-) Vorgesetzten an bestimmten Punkten des Verfahrens,
• die Funktion und Erreichbarkeit der Interdisziplinären Patientenorientierten Rehabilitationsteams (IPR),
• die Zusammenarbeit der Zentralen Koordinierungs- und Ansprechstelle für Einsatzgeschädigte (ZKAE) beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr mit der Sanitätsdienstlichen Koordinierungs- und Ansprechstelle für Einsatzgeschädigte (SKAE) beim Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung.

Leiten Sie frühzeitig die Kooperation mit den Fachärztinnen und Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie ein. Das Psychotraumazentrum (PTZ) des Bundeswehrkrankenhauses Berlin bietet sich für fachliche Rückfragen proaktiv an. Während der regulären Dienstzeiten erreichen Sie das Geschäftszimmer des PTZ unter der Bw-Nr.  90-8202-1621.
Verweisen Sie Ihre Patientinnen und Patienten vorsorglich auch immer auf die kostenlose Smartphone App „CoachPTBS“ des PTZ, die Hilfe zur Selbsthilfe anbietet.
Die regelmäßige Information der Vorgesetzten unter Beachtung der ärztlichen Schweigepflicht ist bei erkrankten Soldatinnen und Soldaten wichtig (siehe oben genannten Leitfaden S. 34 ff.), um die Genesung und insbesondere die Eingliederung in den Dienstalltag nicht zu gefährden.
An dieser Stelle sei auch auf das Initiates file downloadFachberatungsseminar „Betreuung und Fürsorge unter einem Dach“ hingewiesen. Das einwöchige Seminar ist ein Unterstützungsangebot an die Patientinnen und Patienten, das bei der Bewältigung der besonderen Herausforderungen in der schwierigen Zeit der Neuorientierung nach einer schweren Einsatzschädigung Hilfe bieten soll. Es setzt an, wenn Therapiemaßnahmen bereits zum Teil abgeschlossen oder weit fortgeschritten sind oder die erste Trauerphase bereits durchlaufen wurde. Die nächsten Angehörigen der bzw. des Betroffenen sollen möglichst gemeinsam an dem Seminar teilnehmen. Interessenten wenden sich bitte an das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, Dezernat G3.2.2, Schloss Oranienstein, 65582 Diez.
Bw-Nr. 90-4451-2391
Mail: FachberatungsseminarBetreuungundFuersorge@remove-this.bundeswehr.org

Einsatzgeschädigte thematisieren häufig das Thema „tiergestützte Psychotherapie“. Truppenärztinnen und Truppenärzte werden zuweilen mit der Bitte um Verordnung eines „Therapiehundes“ konfrontiert. Zurzeit ist eine Verordnung und Kostenübernahme von „Reha-“, „Assistenz-“ oder „Therapiehunden“ zur begleitenden Unterstützung einer Psychotherapie in der Bundeswehr nicht möglich, da keine ausreichenden und anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit derartiger tiergestützter Psychotherapien vorliegen. Gleichwohl hat der Sanitätsdienst diverse Studien zu dieser Thematik aufgelegt. Interessenten an Psychotherapien, die durch Hunde (Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz) oder Pferde (PTZ) unterstützt werden, können eventuell an diesen Studien teilnehmen.

Hausärztinnen und Hausärzte

Sie haben eine Patientin bzw. einen Patienten, die/ der unter Umständen eine „Einsatzschädigung“ erlitten hat und an „PTBS“ oder einer anderen durch einen Auslandseinsatz verursachten psychischen Erkrankung leidet?

Unmittelbar betroffen von Einsatzschädigungen können Patientinnen und Patienten sein, die früher als Soldatin oder als Soldat mit der Bundeswehr in Auslandseinsätzen waren. In diesem Fall wäre es zielführend, wenn Sie als behandelnde Ärztin/ behandelnder Arzt nach einem Anfangsverdacht sachverständig auf das System Bundeswehr verweisen und Ansprechstellen benennen können.

Mittelbar betroffen können Angehörige einer einsatzgeschädigten Soldatin/ eines einsatzgeschädigten Soldaten sein. Größter Belastungsfaktor ist die ausufernde Ausnahmesituation, die die Einsatzschädigung mit sich bringt. Wenn es sinnvoll erscheint, die Behandlung der Angehörigen mit der oder dem Einsatzgeschädigten zu koordinieren, kann es nötig sein, dass Sie mit den Ärztinnen/ Ärzten der Bundeswehr Kontakt aufnehmen.

Ein Faltblatt mit wichtigen Informationen für Sie und zum Ausdrucken für die Weitergabe an Ihre Patienten und PatientinnenInitiates file download finden Sie hier. Fallbeispiele, Leitfragen und Ansprechstellen geben Ärzten/ Ärztinnen und Patienten/ Patientinnen eine erste hilfreiche Orientierung.
Angehörige von Einsatzgeschädigten werden zunehmend in die Behandlung eingebunden. Eine sehr wertschätzende Beratungs- und Betreuungsmaßnahme ist das Fachberatungsseminar „Betreuung und Fürsorge unter einem Dach“ (siehe oben Beschreibung unter Truppenärzte).

Für viele zeitgemäße Behandlungsmethoden gilt die Einbeziehung des Umfeldes der Patienten und Patientinnen als zielführend und förderlich für einen nachhaltigen Heilungsverlauf. Konkrete Informationen zu den Angeboten der Bundeswehr erhalten Sie vom Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, Dezernat G3.2.2, Schloss Oranienstein in 65582 Diez.
Tel.: (06432) 940-2391
Mail: KdoRegSanUstgG322@remove-this.bundeswehr.org
Dorthin können Sie sich auch mit Fragen zur Abrechnung wenden.

Wenn Sie therapeutische Fachfragen zur Behandlung Ihrer Soldatenpatienten und -patientinnen haben, zögern Sie bitte nicht, die Kolleginnen und Kollegen des Psychotraumazentrums (PTZ) des Bundeswehrkrankenhauses Berlin zur kontaktieren! Während der regulären Dienstzeiten erreichen Sie das Geschäftszimmer des PTZ telefonisch unter (030) 2841-1621.
Gerne beantworten wir Ihre Anfragen auch per Mail: BwKrhsBerlinPsychotraumazentrum@remove-this.bundeswehr.org

Niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

Für niedergelassene psychologische sowie ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten führt die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit der Bundespsychotherapeutenkammer und den Landespsychotherapeutenkammern überregionale Fortbildungsveranstaltungen durch. Bei Ihrer Landespsychotherapeutenkammer erfolgt auch die Anmeldung zu diesen Veranstaltungen. 
Ziel dabei ist es, dass Sie als Behandlerin bzw. Behandler die dienstlichen Gegebenheiten und Einsatzbelastungen kennenlernen und Ihre Psychotherapie gezielt ausrichten können.
Mit konkreten Fragen zur Fortbildung, zum Abrechnungsverfahren oder zu anderen Thematiken können Sie sich an das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, Dezernat G3.2.1, Schloss Oranienstein in 65582 Diez wenden.
Tel.: (06432) 940-2381, -2382, -2355, -2385.
Mail: KdoRegSanUstgG321KurenbesHeilverf@remove-this.bundeswehr.org

Bitte lesen Sie auch die Informationen weiter oben auf dieser Seite zur kostenlosen Smartphone App „CoachPTBS“ des PTZ und die Informationen zum Initiates file downloadFachberatungsseminar „Betreuung und Fürsorge unter einem Dach“.

Ein Faltblatt mit wichtigen Informationen für Sie und zum Ausdrucken für die Weitergabe an Ihre Patientinnen und PatientenInitiates file download finden Sie hier. Fallbeispiele, Leitfragen und Ansprechstellen geben Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Patientinnen und Patienten eine erste hilfreiche Orientierung.
Wenn Sie therapeutische Fachfragen zur Behandlung von Soldatinnen und Soldaten haben, zögern Sie bitte nicht, die Kolleginnen und Kollegen des Psychotraumazentrums (PTZ) des Bundeswehrkrankenhauses Berlin zu fragen! Dies gilt besonders dann, wenn sich erst im Verlaufe einer Therapie zunehmend ein Verdacht erhärtet, dass es sich bei der gesundheitlichen Störung um eine einsatzbedingte psychische Störung handelt. In diesen Fällen hat Ihr Patient oder Ihre Patientin möglicherweise Anspruch auf weiterführende Leistungen, auf die er oder sie aufmerksam gemacht werden sollte.
Während der regulären Dienstzeiten erreichen Sie das Geschäftszimmer des PTZ telefonisch unter (030) 2841-1621.
Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per Mail: BwKrhsBerlinPsychotraumazentrum@remove-this.bundeswehr.org

Telefonseelsorge

Wenn Sie als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Telefonseelsorge mit Sorgen und Nöten von Menschen im Umfeld der Bundeswehr konfrontiert werden, kann Ihnen das folgende Initiates file downloadFaltblatt weiterhelfen. Fallbeispiele, Leitfragen und Ansprechstellen geben Ihnen eine erste Orientierung.
Natürlich stehen Ihnen auch alle Ansprechstellen zur Klärung fachlicher oder organisatorischer Fragen zur Verfügung, die oben in dem Abschnitt „Hausärzte“ aufgeführt sind. Bitte machen Sie bei Fragen von den Angeboten Gebrauch.