Informationen für Angehörige, den Freundeskreis und Bekannte von Betroffenen

Von (psychischen) Einsatzschädigungen betroffene aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten können aus verschiedensten Gründen häufig nicht in der Lage sein, ihre Belange und Ansprüche selbstständig und selbstverantwortlich zu klären.
Oftmals werden sie in dieser schwierigen Zeit von ihren Angehörigen, Freunden oder Bekannten unterstützt.
Für aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten, Reservistendienst Leistende und zivile Angehörige der Bundeswehr gibt es unterschiedliche Regelungen und Ansprüche. Wenn zum Beispiel ein ehemaliger Soldat oder eine ehemalige Soldatin jetzt Mechaniker/ Mechanikerin oder Verwaltungsangestellter/ -angestellte ist, kann die Bundeswehr nach dessen/ deren Einsatzschädigung nicht ohne Weiteres die gleichen Schritte einleiten wie bei weiterhin aktiven Soldatinnen und Soldaten.
• Angehörige, Freunde und Bekannte lesen daher bitte zuerst die Rubrik „Infos für Betroffene“, um den Status „ihres“ oder „ihrer“ Betroffenen ausfindig zu machen. Bei der Klärung hilft Ihnen der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr gerne weiter. Bitte klicken Sie dazu auf diesen Link und finden Sie Ihre Ansprechpartner.
• Konkrete Fragen zur Anwendung des Einsatz-Weiterverwendungsgesetzes und zum Fortgang des diesbezüglichen Verfahrens kann Ihnen die Zentrale Koordinierungs- und Ansprechstelle für Einsatzgeschädigte (ZKAE) beim Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr beantworten.
• Bei akuten psychischen Krisen können Sie rund um die Uhr die Telefonnummer 0800 588 7957 anrufen. Hier ist immer ein Arzt/ eine Ärztin der psychiatrischen Abteilung des Bundeswehrkrankenhauses Berlin für Sie und den Betroffenen oder die Betroffene da!

Angehörige von Einsatzgeschädigten, aber auch das nahe soziale Umfeld werden zunehmend auch in die Behandlung der Betroffenen eingebunden. Eine sehr wertschätzende Beratungs- und Betreuungsmaßnahme ist das Fachberatungsseminar „Betreuung und Fürsorge unter einem Dach“ für Einsatzgeschädigte und deren Angehörige (siehe unten Beschreibung unter Truppenärzte), für das an dieser Stelle ausdrücklich geworben wird. Es ergänzt die Therapiemaßnahmen der oder des Einsatzgeschädigten, wenn diese zum Teil abgeschlossen oder weit fortgeschritten sind. Eine nahestehende Begleitperson und ggf. Kinder der oder des Betroffenen sollen möglichst mit an dem Seminar teilnehmen.

Dieses einwöchige Seminar ist ein Unterstützungsangebot, das bei der Bewältigung der besonderen Herausforderungen in der Zeit der Neuorientierung nach einer Einsatzschädigung Beratung, Hilfe und Entlastung anbietet. Dort können Fragen zu Versorgung, Rehabilitation, Beziehung oder Familie beantwortet sowie konkrete Hilfestellungen und Programmpunkte zur inneren Entlastung in Anspruch genommen werden.

An dieser Stelle wird auch auf die Möglichkeit der Durchführung einer stationären Familienkur in Plön hingewiesen, die die Bundeswehr dort aktuell in einem Pilotprojekt erprobt.
Interessenten wenden sich bitte an das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung, Dezernat G3.2.2, Schloss Oranienstein, 65582 Diez.
Tel.: (06432) 940-2391
Mail: FachberatungsseminarBetreuungundFuersorge@remove-this.bundeswehr.org
Im Initiates file downloadLeitfaden „Umgang mit psychisch und/oder physisch Einsatzgeschädigten in der Bundeswehr“  finden Sie in Kapitel 5.1.7 (Seite 31 f.) alle Betreuungsangebote, die für Einsatzgeschädigte und deren Angehörige konzipiert sind. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Veranstalter oder an den Sozialdienst der Bundeswehr.