Einsatzschädigung

Einsatzschädigung – und was dann?

Die Arbeitsgemeinschaft PTBS tagte zum fünfzigsten Mal

 

 

Berlin, 12. Juli 2017

Unter Leitung des Beauftragten des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) für einsatzbedingte Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und Einsatztraumatisierte, Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen, fand am 11. Juli 2017 die 50. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft PTBS statt.

 

Was ist die Arbeitsgemeinschaft PTBS?

Die Arbeitsgemeinschaft PTBS ist ein ministerielles Abstimmungsgremium für alle Fragen von Einsatzfolgen und Einsatzschädigungen. Unter Leitung des Beauftragten PTBS treffen sich in regelmäßigen 6 bis 8 wöchigen Abständen unter anderem die fachlich zuständigen Referate des BMVg, des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr, des Sanitätsdienstes der Bundeswehr sowie der Militärseelsorge, um sich über aktuelle Themen rund um Einsatzschädigungen auszutauschen, notwendigen Regelungsbedarf zu prüfen und die Umsetzung zu koordinieren. Auch das Büro des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages ist bei den Sitzungen vertreten.

Darüber hinaus werden in kleinem Kreis Einzelfälle fachübergreifend besprochen, um für den jeweils Betroffenen eine bestmögliche Hilfestellung im Rahmen der Behandlung, Versorgung oder Sicherstellung von Ansprüchen zu erwirken.

 

Rückblick

Seit dem 24. November 2010 berät der Beauftragte PTBS die Leitung des BMVg und unterbreitet Vorschläge, wie in der Bundeswehr Prävention, Behandlung, Betreuung und Versorgung von Einsatzgeschädigten verbessert werden kann. Darüber hinaus bietet der Beauftragte PTBS mit seinen Mitarbeitern Hilfe und Beratung für Einsatzgeschädigte.

Unter Leitung des ersten Beauftragten PTBS, Brigadegeneral Christof Munzlinger, fand am 11. März 2011 die erste Besprechung der Arbeitsgemeinschaft PTBS in Bonn statt.

Als Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft PTBS wurden der gegenseitige Informationsaustausch, die Methodenentwicklung und die Koordinierung durchzuführender Maßnahmen innerhalb des Aufgabenbereiches des Beauftragten festgelegt.

Umgang der Bundeswehr mit Einsatzschädigungen

Die Bundeswehr bietet heute ein vielfältiges Hilfsangebot zur Betreuung und Unterstützung einsatzgeschädigter Soldaten an. Dazu zählen eine umfassende medizinische und psychologische Betreuung, Entschädigungsleistungen sowie ein Personalmanagement, das die besonderen Umstände der Erkrankung berücksichtigt.

Ergänzend stehen den einsatzgeschädigten Soldaten Lotsen zur Seite, um Betroffene und deren Angehörige über Betreuungs- und Hilfsmaßnahmen zu informieren. Die Lotsen stellen, sofern noch nicht vorhanden, Kontakte im psychosozialen Netzwerk der Bundeswehr her, so etwa zu den Mitarbeitern des Sozialdienstes der Bundeswehr, zur Militärseelsorge oder zu Therapeuten. Außerdem bieten sie Unterstützung bei Behördenterminen an.

Insbesondere das Angebot der Bundeswehr, einsatzgeschädigten Soldaten die Möglichkeit des Verbleibens im Dienst als aktiver Soldat beziehungsweise die Wiedereinstellung als ehemaliger Soldat unter bestimmten Voraussetzungen anzubieten, muss im Vergleich mit befreundeten Staaten als einmalig gesehen werden.

 

Arbeitsgemeinschaft ist ein Erfolg

In der nunmehr 50. Sitzung der Arbeitsgemeinschaft PTBS zog Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen ein Résumé: Durch eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Angehörigen der Arbeitsgemeinschaft PTBS konnten in den zurückliegenden sechseinhalb Jahren wertvolle Impulse für eine kontinuierliche Verbesserung der Situation der einsatzgeschädigten Soldaten erreicht werden.

 

 

Auskünfte, Hilfe und Informationen rund um das Thema Einsatzschädigungen

Bei Fragen zum Einsatzweiterverwendungsgesetz:
    Zentrale Koordinierungsstelle für Einsatzgeschädigte im Bundesamt für das
    Personalmanagement der Bundeswehr: Tel.: 02241 153368

Ihren örtlichen Sozialdienst finden Sie im Sozialdienstverzeichnis hier:

    www.Sozialdienst.bundeswehr.de

Seelsorgerische Begleitung von unter Einsatzfolgen leidenden Menschen:
•    per Email:    Opens window for sending emailChristian18Fischer@remove-this.Bundeswehr.org
•    per Tel.:     0173 879 7653

 

Den Beauftragten des BMVg für posttraumatische Belastungsstörungen und Einsatzgeschädigte erreichen Sie:

•    per Email:    Opens window for sending emailBMVgBeauftrPTBS@remove-this.BMVg.Bund.de

•    per Tel.:    030 2004 23041    


Bei Fragen rund um medizinische Behandlung/ Unterstützung finden Sie Hilfe bei:

•    Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Bundeswehr außerhalb der Dienstzeit: Tel.: 0800 972 63 78

•    Ihrem Truppenarzt/Ihrer Truppenärztin

•    PTBS-Hotline: 0800 588 7957

•    www.PTBS-Hilfe.de